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SPD Karlsruhe-Beiertheim-Bulach

Gernot Erler und SPD Karlsruhe würdigen Mut von Otto Wels

Veranstaltungen

Bei einer Gedenkveranstaltung anlässlich des 80. Jahrestages der Rede von Otto Wels im deutschen Parlament gegen das Ermächtigungsgesetz haben Vertreter der Karlsruher SPD, Bürgermeister Dr. Martin Lenz, der SPD-Landtagsabgeordnete Johannes Stober und der Vorsitzende der Historischen Kommission der SPD Baden-Württemberg, der Bundestagsabgeordnete Gernot Erler, die Standhaftigkeit und den Mut von Otto Wels und der damaligen SPD-Fraktion gewürdigt. Die Veranstaltung fand an einem symbolträchtigen Ort statt: In der Oberreuter Otto Wels-Straße im Gemeinschaftszentrum Weiße Rose.

Der SPD-Kreisvorsitzende Parsa Marvi bezeichnete die Rede von Wels als einen der ganz großen Augenblicke nicht nur der sozialdemokratischen Geschichte, sondern der deutschen Geschichte überhaupt. „Es ging Wels nicht nur um die Ehre der Sozialdemokratie, sondern vor allem um die Ehre der freiheitlichen Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit in Deutschland“, sagte Marvi bei seiner Ansprache.

Erler stellte in seinem Gedenkvortrag die politische Kultur der Weimarer Republik und die Ursachen für den Aufstieg des Rechtsextremismus bis hin zum Ermächtigungsgesetz in den Vordergrund. Wels habe seine Rede, mit der er das Nein der SPD zum Ermächtigungsgesetz begründete, in einer außerordentlich gefährlichen Situation gehalten. Er und seine Fraktionskollegen hätten unmittelbar um ihre Freiheit und ihr Leben durch den rechten Terror der Nazis fürchten müssen. Umso beeindruckender sei sein flammendes Plädoyer für den Erhalt der universellen Grundrechte und der parlamentarische Demokratie gewesen. Erler mahnte in Erinnerung an die Nazi-Schreckensherrschaft, dass auch für die heutige Zeit Lehren aus dem Verfall der Weimarer Demokratie gezogen werden müssten. So müsse extremer sozialer Ungleichheit durch die Politik konsequent entgegengewirkt werden und der Primat der demokratisch gewählten Regierungen in Europa gegenüber der Macht von Banken und Kapitalmärkten zurück gewonnen werden.

 

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