Header-Bild

SPD Karlsruhe-Beiertheim-Bulach

Parsa Marvi fordert nachhaltiges Finanzierungskonzept zur Bewältigung der Flutkatastrophe

Bundespolitik

Deutliche Kritik übt der Karlsruher SPD-Bundestagskandidat Parsa Marvi an der Absage von Kanzlerin Merkel, die Finanzierung der Hilfsmaßnahmen für die Flutopfer mit einer nachhaltigen und solidarischen Initiative sicherzustellen. Dabei verweist der Sozialdemokrat auf das erfolgreiche Vorgehen von 2002, bei dem vor allem Wirtschaft und Industrie in die Pflicht genommen wurden.

"Es ist geschmacklos, einerseits an den Schauplätzen der Flutkatastrophe medial inszenierte Auftritte zu absolvieren, andererseits jede Art von Steuererhöhung zur nachhaltig finanzierten Hilfe kategorisch auszuschließen", ärgert sich der 31-jährige Politiker über Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die am Montag jede Art von Steuererhöhung zur Bewältigung der Milliardenkosten aus der Flutkatastrophe öffentlich abgelehnt hat. Dies offenbare, so Marvi, dass es Frau Merkel selbst vor dem Hintergrund einer verheerenden Naturkatastrophe vor allem um eines gehe: Ein gutes Ergebnis bei der Bundestagswahl.

"Jetzt gilt es, entschlossen zu handeln und so schnell wie möglich eine nachhaltige und transparente Finanzierung zur Bewältigung der Flutkatastrophe und der immensen Folgekosten vorzulegen", drängt Marvi und verweist auf die Initiative der rot-grünen Bundesregierung im Jahr 2002. Damals habe Kanzler Schröder die Körperschaftssteuer, die vornehmlich von Industrie und Wirtschaft aufgebracht wird, angehoben und so die Finanzierung des milliardenschweren Hilfsfonds für die Flutopfer gesichert. Im Ergebnis sei eine solide Finanzierung für den rund sieben Milliarden Euro starken Hilfsfonds geschaffen worden.

"Es stünde der Kanzlerin gut zu Gesicht, wenn sie den Wahlkampf zu Gunsten der akuten politischen Notwendigkeiten für einen Moment beiseite räumen und nachhaltige Lösungswege zur Krisenbewältigung suchen würde", rät der Karlsruher SPD-Mann. Einen solchen habe Kanzler Schröder damals eingeschlagen und damit eine echte solidarische Initiative angestoßen. Dabei hatten vor allem die deutschen Unternehmen einen großen Beitrag geleistet. Offenbar scheide dieser Weg jedoch aus, nachdem es den Wahlkämpfern von CDU und FDP wichtiger zu sein scheine, sich gegenüber der Wirtschaft als "Retter vor der Steuererhöhung" zu profilieren, mutmaßt Marvi. "Ich wünsche mir eine Regierung, die Probleme löst und diese nicht zu Lasten der Gemeinschaft in die Zukunft verschiebt", betont der Sozialdemokrat. Zu einer solchen Politik fehle es der schwarz gelben Koalition entweder am Willen oder an der notwendigen Kompetenz oder aber an Beidem, so Marvi abschließend.

 

Homepage SPD Karlsruhe

 

WebsoziInfo-News

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

Ein Service von websozis.info

 

Counter

Besucher:279133
Heute:13
Online:1