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SPD Karlsruhe-Beiertheim-Bulach

Verleihung des Ludwig-Marum-Preises 2025

Kreisverband

(c) Harald Denecken

Der Ludwig-Marum-Preis 2025 wurde am die Schülerakademie Karlsruhe und ihre Schülerinnen und Schüler für ihre Arbeit im Rahmen des gemeinsamen Projekts mit dem Generallandesarchiv Karlsruhe "Denunziation – Repression – Verfolgung. Politischer Dissens und Alltagskriminalität vor den NS-Sondergerichten 1933-1945" ausgezeichnet. Förderer und Kooperationspartner des Projekts ist die Bundesstiftung Erinnerung – Verantwortung – Zukunft (EVZ). 

Zur offiziellen Zeremonie in der Karlsburg in Karlsruhe-Durlsch waren Peter Gilbert und Tobias Markowitsch sowie zahlreichen Schülerinnen und Schüler aus dem Projekt gekommen, um den Preis entgegenzunehmen. 

In dem Projekt analysierten die Schülerinnen und Schüler NS-Sondergerichtsakten und erkannten so den den Unrechtscharakter der NS-Diktatur. Sie erfuhren, wie ein kritisches Wort über ein Regierungsmitglied, ein Lebenswandel, der nicht den Erwartungen gesellschaftlicher NS-Machthaber entsprach, ein politischer Witz, unbedacht in Gegenwart Fremder erzählt, aber auch Denunziationen - die Fake-News der damaligen Zeit - zu einem Strafverfahren vor einem NS-Sondergericht führten. Demgegenüber stellten sie die Werte Rechtsstaatlichkeit und Demokratie unseres Grundgesetzes.

Der schulübergreifende Seminarkurs von drei Karlsruher Gymnasien arbeitete seit September 2024 an diesem Projekt, zu dem es auch Podcasts und Social-Media-Angebote gibt. Dass dies gut gelungen ist, verdeutlichte die Präsentation des Projektes und der Vortrag ihrer erarbeiteten Texte durch die Schülerinnen und Schüler.

Angesichts der Veränderung der politischen Kultur und Gefährdung der Demokratie, auch im internationalen Kontext, ist der Projektfokus für uns ein hochaktuelles Thema.

Die Laudatio hielt Boris Weirauch MdL, Sprecher für Recht und Verfassungsschutz der SPD-Landtagsfraktion Baden-Württemberg, der auf die Bedeutung der Verteidigung des Rechtsstaats hinwies und auch den Bogen zu Ludwig Marum schlug. "Ludwig Marum stand ein für Rechtsstaatlichkeit, für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung – auch dann, als das längst gefährlich war. Sein fester Glaube an den Rechtsstaat und sein Mut, ihn zu verteidigen, machen ihn bis heute zu einem Vorbild. Dass er schließlich vom Recht verlassen und zum Opfer eines Unrechtsstaats wurde, macht ihn zu einem mahnenden Beispiel. Genau daran knüpft das Projekt der Schülerakademie Karlsruhe an: Es zeigt, was geschieht, wenn Recht missbraucht wird – und warum die Verteidigung des Rechtsstaats keine historische, sondern eine höchst aktuelle Aufgabe ist."

Stellvertretend für die Familie Marum richtete der Ur-Urenkel von Ludwig Marum und Vorstandsmitglied des Forum Ludwig Marum, Alexander Marum, abschließend Dankesworte an die Veranstalter und an das zahlreich vertretene Publikum. Musikalisch umrahmt wurde der Abend wieder durch die Violinistin Ani Aghabekyan.

 

 

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