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SPD Karlsruhe-Beiertheim-Bulach

Verleihung des Ludwig-Marum-Preis 2024

Kreisverband

(c) Meri Uhlig

Seit 1988 vergibt der SPD-Kreisverband Karlsruhe-Stadt den Ludwig-Marum-Preis in Erinnerung an den Karlsruher Rechtsanwalt und SPD-Politiker Ludwig Marum, der maßgeblich am Aufbau des deutschen Rechtsstaats nach der Kaiserzeit beteiligt war und vor 90 Jahren im KZ auf Schloss Kislau bei Bruchsal ermordet wurde. Der Preis wird an Personen oder Einrichtungen verliehen, die sich für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Gleichberechtigung und für ein friedliches gesellschaftliches Miteinander in Deutschland einsetzen.

In diesem Jahr ging der Ludwig-Marum-Preis an die Badische Landesbühne in Bruchsal für die Aufführung des Dokumentartheaterstücks „Der Mann des Rechts: Ludwig Marum“. Zur offiziellen Zeremonie am Dienstagabend im Generallandesarchiv in Karlsruhe waren der Autor des Stücks, der Literatur- und Theaterwissenschaftler Hajo Kurzenberger und der Intendant der Badischen Landesbühne, Wolf E. Rahlfs, gekommen, um den Preis entgegenzunehmen.

Zuvor hatte ein Ensemble der Badischen Landesbühne bestehend aus Michaela Finkbeiner, Abed Haddad, Nadine Pape und Lukas Maria Redemann einen Auszug aus dem Stück in Form einer szenischen Lesung dargeboten, welche die Persönlichkeit Ludwig Marums und sein Schicksal auf höchst eindrückliche Weise erlebbar machte. Die Laudatorin des Abends, Bruchsals Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick, lobte das gesellschaftliche Engagement der Landesbühne und hob neben der Qualität des Stückes von Kurzenberger auch den Beitrag hervor, den dieses zur Erinnerung an die damaligen Geschehnisse in der Region leiste. Insbesondere in der heutigen Zeit sei eine lebendige Erinnerung an das Unrecht und die Schrecken der Nazizeit von größter Bedeutung.

Stellvertretend für die Familie Marum richtete der Ur-Urenkel von Ludwig Marum und Vorstandsmitglied des Forum Ludwig Marum, Alexander Marum, abschließend Dankesworte an die Veranstalter und an das zahlreich vertretene Publikum. Musikalisch umrahmt wurde der Abend durch die Violinistin Ani Aghabekyan.

 

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